(3/3) Ausländer in Deutschland
Wir essen beim »Italiener«, kaufen beim »Türken«, fahren japanische Autos, trinken Tee aus Indien und reisen in die ganze Welt. Diese Offenheit schlägt aber häufig in Reserviertheit und Verkrampfung um, wenn wir ausländischen Mitbürgern in Deutschland begegnen. Es gibt Kontaktprobleme, manchmal sogar Berührungsängste. Sie haben zugenommen, seit in den 80er und 90er Jahren die Arbeit knapp geworden ist. Die Vorbehalte gegenüber den ausländischen Mitbürgern wachsen. Ihre Integration droht zu scheitern.
Vor 100 Jahren sind es zunächst die sog. »Ruhrpolen«, die in Deutschland arbeiten. Rund eine halbe Million schuftet im Bergbau.
Als die Nazis an die Macht kommen, holen sie so viele Ausländer ins Land wie nie zuvor und nie danach -- fast acht Millionen bis zum Ende des Krieges. Italiener erbauen Wolfsburg und die Volkswagenwerke, und nach Kriegsbeginn rekrutiert das Deutsche Reich Arbeitskräfte aus den besetzten Gebieten wie Polen und Frankreich. Millionen russische Kriegsgefangene müssen Zwangsarbeit verrichten -- ihre durchschnittliche Überlebensdauer beträgt drei Monate.
15 Jahre nach Kriegsende, als in Westdeutschland die Wirtschaft boomt, reichen die eigenen Arbeitskräfte nicht mehr aus: Seit 1961 gehen die Zahlen der ausländischen Arbeiter, zunächst hauptsächlich Italiener und Portugiesen, in die Millionen. Sie übernehmen schmutzige, harte und schlecht bezahlte Arbeiten.
In der DDR sind es vor allem Vietnamesen, die im Zuge »angewandter Entwicklungshilfe« für kurze Zeit dort arbeiten und 20 Jahre später als »Vertragsarbeiter« kommen.
In der Bundesrepublik leben die meisten Ausländer anfangs in Sammelunterkünften. Die, die länger bleiben, ziehen aber bald in eigene Wohnungen und holen ihre Familien nach. Die Anpassungsprobleme, die dabei entstehen, werden in der Folge »Abgrenzungen -- Ausländer in Deutschland« von Betroffenen und Experten wie Günter Wallraff, Autor des Buches »Ganz unten«, zur Sprache gebracht.
Phoenix Dokumentation
Vor 100 Jahren sind es zunächst die sog. »Ruhrpolen«, die in Deutschland arbeiten. Rund eine halbe Million schuftet im Bergbau.
Als die Nazis an die Macht kommen, holen sie so viele Ausländer ins Land wie nie zuvor und nie danach -- fast acht Millionen bis zum Ende des Krieges. Italiener erbauen Wolfsburg und die Volkswagenwerke, und nach Kriegsbeginn rekrutiert das Deutsche Reich Arbeitskräfte aus den besetzten Gebieten wie Polen und Frankreich. Millionen russische Kriegsgefangene müssen Zwangsarbeit verrichten -- ihre durchschnittliche Überlebensdauer beträgt drei Monate.
15 Jahre nach Kriegsende, als in Westdeutschland die Wirtschaft boomt, reichen die eigenen Arbeitskräfte nicht mehr aus: Seit 1961 gehen die Zahlen der ausländischen Arbeiter, zunächst hauptsächlich Italiener und Portugiesen, in die Millionen. Sie übernehmen schmutzige, harte und schlecht bezahlte Arbeiten.
In der DDR sind es vor allem Vietnamesen, die im Zuge »angewandter Entwicklungshilfe« für kurze Zeit dort arbeiten und 20 Jahre später als »Vertragsarbeiter« kommen.
In der Bundesrepublik leben die meisten Ausländer anfangs in Sammelunterkünften. Die, die länger bleiben, ziehen aber bald in eigene Wohnungen und holen ihre Familien nach. Die Anpassungsprobleme, die dabei entstehen, werden in der Folge »Abgrenzungen -- Ausländer in Deutschland« von Betroffenen und Experten wie Günter Wallraff, Autor des Buches »Ganz unten«, zur Sprache gebracht.
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28.05.2007 Sprache: Deutsch |
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28.05.2007 












Zu Abdelkarim "Die doofen deutschen etc." ist immer lustig wenn man mit denen beim Cay zusammen sitzt und ein Bruder mich dann mit meinem deutschen Namen zum Gebet einläd. Dann haben die es meist ganz eilig sich mit einzureihen ;-)